Projekte im Studiengang Freie Kunst der Bauhaus-Universität Weimar als Gastprofessorin für Experimentelle Fotografie, Wintersemester 2016/2017 und Sommersemester 2017
ON THE EDGE (AND BEYOND)
Im Anschluss an das Projekt ON THE EDGE im Wintersemester bildeten die intensive, experimentelle Arbeit im Atelier, die Weiterentwicklung der eigenen künstlerischen Werkgruppen sowie die individuelle Professionalisierung und künstlerische Positionierung den Schwerpunkt dieses Atelierprojektes.
Dabei bot das Thema der Grenze und der Grenzüberschreitung – kunstimmanent, politisch, sozial und philosophisch – vielfältige inhaltliche und formale Anknüpfungspunkte.
Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Grenzüberschreitungen in der zeitgenössischen Kunst und den entsprechenden Künstlerpersönlichkeiten ließ das Projekt viel Raum für die individuelle Vertiefung des Themas.
Im Laufe des Semesters wurden zusätzlich zur künstlerisch-praktischen Tätigkeit eigene Artist Statements und Portfolios im Workshop
"Editorial Design für Künstler" mit der Gastdozentin Natascha Tümpel erarbeitet und es fanden Exkursionen zur Art Cologne und der Documenta in Kassel statt.
Im Rahmen des Lehrstuhls Experimentelle Fotografie wurde außerdem der Fachkurs „1:300 – Wechselwirkungen im fotografischen Bildraum“ unter der Leitung von Richard Welz angeboten. In der Kombination verschiedener fotografischer, experimenteller Verfahren entstanden innerhalb dieses Fachkurses künstlerische Arbeiten mit dem System der Lochkamera.

Ausstellungsansichten zur SUMMAERY 2017, Galerie Iconotop Weimar mit Arbeiten von Misako Taoka, Claudia Rieck, Stefan Vollmann, Alexander Lange, Joshua Goodman, Christoph Blankenburg, Alina Spiess, Felix Sondermann und Georg Brozatus

ON THE EDGE – postdigitale Fotografie?
Fotografie, besonders in digitaler Form, ist ubiquitär und fester Bestandteil der Alltagspraktiken. Neben den blühenden Erzeugnissen unserer Kultur- und Medienindustrie waren es vor allem die sich schnell ausbreitenden, partizipativen Plattformen im Internet, die zu einer rasanten Verbreitung von Bildern, ihrer Globalisierung und Demokratisierung, beitrugen.
Wie geht man als Künstler mit diesen Entwicklungen um? Wie kann man sich diese Möglichkeiten und deren spezifische Ästhetiken für die eigene Arbeit nutzbar machen? Wie grenzt man sich in seinen Arbeiten von der Flut der Bilder ab? Welche Präsentationsformen und -medien sind zeitgemäß? Was bedeutet postdigitale Fotografie?
Diesen und anderen Fragen wurde im Projekt anhand der individuellen fotografischen Arbeiten nachgegangen. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Weiterentwicklung der eigenen Werkgruppen und dem Experiment an den Grenzen des fotografischen Mediums.
Neben der Auseinandersetzung mit verschiedenen fotografischen Künstlerpositionen zum Thema gab es Exkurse zu Strategien der Aneignung/Appropriation in der Fotografie und zu Diskursen aus dem Bereich der Visuellen Kultur.
Ausstellungsansichten zur SUMMAERY 2017, Van-de-Velde-Bau, Bauhaus-Universität Weimar mit Arbeiten von Claudia Rieck, Christoph Blankenburg, Marie Grund, Hamed Ashourzadeh, Khashayar Zandyavari und Saba Bagheri

Ausstellungsansichten zur SUMMAERY 2017, Atelierraum, Bauhaus-Universität Weimar mit einer Rauminstallation von Felix Sondermann



Misako Taoka: Making stone from bread, 2017
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